Erklärung von Sozial-kulturelle Organisation OMID

Erklärung

Terrorangriffe in Afghanistan und Europa
Gemeinsame Bedrohung, gemeinsames Leid, gemeinsame Verantwortung
Stellungnahme vom OMID-sozial-kulturelle Organisation:
Die jüngsten Terrorangriffe in Kabul haben das Herz vieler Menschen berührt, besonders aber die der Leitragenden, den Betroffenen, aber auch allen afghanischen Bürgern, die sich Frieden wünschen.
Zur gleichen Zeit waren Wien und Paris Zeugen von solchen grausamen Terrorangriffen.
Wir von der sozio-kulturellen Organisation OMID in München (Bayern) wollen dazu Stellung nehmen. Wir verurteilen solche Terrorangriffe, ob in Afghanistan, Europa oder anderen Länder dieser Welt:

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    These attacks in Afghanistan and as well as in Europe reflect the fact that we all face the same threat of terrorism and violent extremism. Beside the Terrorist Attacks in Afghanistan, in recent weeks we have witnessed insults and disrespect to the Prophet of Islam in European countries. It is a serious and new threat and could endanger peaceful life in Europe. Indeed, Muslims are the biggest society in Europe.

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    The pain that the attacks of Kabul, Paris and Vienna inflicted on the hearts of the people was not limited to a particular country or geography, it was the all humanity pain. We Afghans understand more than anyone else the pain of the victims of terrorist attacks.
    We, the citizens of Afghanistan, also condemn the recent terrorist attacks in Paris and Vienna and express our condolences to the families of the victims. We emphasize that these attacks have nothing to do with Islam and the Muslim community in Europe.Das Leid, das den Menschen durch die Terrorangriffe in Kabul, Paris und Wien zugefügt würde, ist keines, das auf eine bestimmte Nation beschränkt ist. Es ist ein gemeinsames Leid. Dieses Leid verstehen wir Afghanen vielleicht besser als andere, da wir täglich mit der terroristischen Bedrohung leben müssen. Auf der Basis dieses Verständnisses und dem Empfinden gemeinsamen Leides verurteilen wir Afghanen diese Angriffe und sprechen den Familien der Opfer unser aufrichtiges Beileid und Mitgefühl aus. Dabei betonen wir, dass solche Angriffe nicht vom Islam und der muslimischen Gemeinschaft in Europa ausgehen.

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    Wegen dieses gemeinsamen Leides, das wir erfahren haben, haben wird auch eine gemeinsame Verantwortung, diese Terrorangriffe zu verhindern. Aufgrund genau dieser gemeinsamen Bedrohung, bemühen sich die europäischen Staaten, darunter auch Deutschland im Rahmen der Zusammenarbeit ISAF und Nato, den Frieden in Afghanistan zu wiederherstellen. Dabei haben sie auf diesem Wege viele Opfer auf sich genommen. Wir Afghanen bitten die europäischen Länder und insbesondere die neue Regierung der Vereinigten Staaten, Afghanistan in dieser kritischen Phase nicht allein zu lassen – in einer Phase, in der einerseits, die Möglichkeit einer Verhandlung mit Taliban besteht, andererseits diese Verhandlungsmöglichkeit wiederum durch manipulierende Versuche der Taliban selbst oder durch andere terroristische Gruppen in Frage gestellt wird.
    Daher wünschen wir uns von den europäischen Staaten und insbesondere Deutschland, sich für den Erfolg der Verhandlung einzusetzen, damit der Krieg in Afghanistan endlich beendet wird.

    Bezüglich der jüngsten Geschehnisse in Europa bitten wir die europäischen Politiker, welche als Vorbilder der Demokratie gelten, von unüberlegtem und emotional gesteuertem Verhalten abzusehen. Denn dieses stellte nicht nur die europäischen Werte wie die Glaubensfreiheit in Frage, sondern gäbe den Feinden des friedlichen Zusammenlebens der Menschen ein manipulierendes Instrument in der Hand.
    Die Gemeinschaft der Muslime und Flüchtlinge in Europa sollte ebenso ihrer Verantwortung nachkommen und zur Verwirklichung eines friedlichen Zusammenlebens beitragen. Wir, die Mitglieder der sozio-kulturellen Organisation OMID, bitten die europäischen Länder und insbesondere Deutschland, die Abschiebung von Flüchtlingen (auch berechtigte Abschiebungen), in dieser kritischen und unsicheren Phase zu stoppen. Umso mehr unterstützen wir die Abschiebung derjenigen, die Straftaten begangen haben und insgesamt das friedliche Zusammenleben gefährden.

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    An die afghanische Regierung: die Friedensverhandlungen erscheinen uns sehr zweifelhaft und fragwürdig. Denn mit Aufnahme dieser Verhandlungen haben die Taliban und andere terroristischen Gruppen gleichzeitig ihre Angriffe verschärft, und zielen tagtäglich auf Stadtzentren in unterschiedlichen Teilen Afghanistans. Außerdem sollten die exekutiven Kräfte und Geheimdienste von ihrer defensiven und abwartenden Haltung Abstand nehmen und ihrer Verantwortung für Schutz und Sicherheit des Landes nachkommen.

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    An die Taliban: Es gibt Hinweise, dass hinter den jüngsten Angriffen in Afghanistan die Taliban stecken. Außerdem zeigt die terroristische Gruppe Taliban bei den Friedensverhandlungen kaum den Willen zur Anpassung und Kompromissbereitschaft. Die terroristischen Angriffe auf zivile Bürger trägt wenig zur Bereitschaft der afghanischen Bürger bei, die Taliban gesellschaftlich zu akzeptieren. Wir bitten die Taliban, terroristische Angriffe unverzüglich zu unterlassen und sich an den Waffenstillstand zu halten.

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